Fichtenkreuzschnabel Christvogel

Eine Legende besagt, dass sich der kleine Vogel den Schnabel verbog, als er die Nägel aus dem Kreuz ziehen wollte, an dem Jesus Christus hing.

Zur Belohnung durfte er diesen Schnabel behalten und ist der einzige Vogel der im Winter nicht hungern muss, denn sein geformter Schnabel ermöglicht es ihm, die Zapfenschuppen aufzubiegen und die frischen Samen mit der Zunge herauszuholen.

Daher der Spitzname Christvogel.

Das Bemerkenswerteste aber für mich ist: Er brütet im Winter !

Als Nestlingsnahrung werden Insekten und Nadelholzsamen verwendet. Berechnungen zufolge verbraucht eine Brut bis zum Ausfliegen rund 85.000 Samen.Auch noch bei  Temperaturen von minus 35 Grad werden die Eier bebrütet.Die geschlüpften Vögel werden  unter den Flügeln und vom Bauchgefieder gewärmt.

Der Fichtenkreuzschnabel ist ein Fink

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10 Kommentare zu Fichtenkreuzschnabel Christvogel

  1. Liebe Claudia,

    schon als Kind fand ich diesen Vogel faszinierend, habe ihn aber noch nie in Natura gesehen.
    Hast Du das Foto selbst geschossen?
    Wenn ich das mit den 85000 Samen lese, dann frage ich mich, wie viele Blattläuschen die Meisen und Spatzen von meinen Rosen picken müssen, bis sie ihre Kleinen flügge haben.

    Viele liebe Rosengrüße von Christine

  2. Doris sagt:

    Echt, er brütet im Winter? Das wusste ich auch noch nicht, wieder was gelernt. Aber wo bekommt er denn im Winter die Insekten her? *grübel* Ich habe mal gelernt, dass Jungvögel erst mal Protein brauchen und dann erst Körner fressen, wobei Nadelholzsamen ja nicht so groß sind, das kriegen die dann wohl schon geregelt. Interessantes Thema, Claudia, danke fürs Posten. Da muss ich doch gleich mal nachlesen, wenn ich später mal auf der Couch sitze. 😉

    • claudia sagt:

      Hallo Doris
      Sehr interessante Frage ich hab auch überall nachgeschlagen und nur oberflächliche Antworten gefunden. Futter: “Insekten und Fichtensamen.Das Männchen versorgt das Weibche in dieser Zeit mit hervorgewürgtem Futter”. Aber wenn es richtig kalt ist sind Insekten sehr schwierig zu finden wahrscheinlich werden die Jungvögel mit vorverdauten ? Samen gefüttert. Vielleicht findest du noch etwas heraus.
      Liebe Grüße
      Claudia

  3. Doris sagt:

    Ich habe in zwei Büchern nachgelesen und bin noch nicht wirklich viel schlauer. Die Brutzeit geht von Januar bis Juni, aber in dem zweiten Buch stand, er brütet im ausgehenden Winter. Das wäre für mich dann eher Februar/März, aber laut Internet variiert das ziemlich und dürfte mit dem Wetter und der Reifung der Nadelbaumsamen zu tun haben. Er holt sich die Samen ja aus den Zapfen, dann dürften die Zapfen noch nicht so weit sein, dass sie sich öffnen und den Samen freigeben; deshalb wohl auch die frühe Brutzeit im Vergleich zu anderen Vögeln. Demnach brauchen die Jungen tatsächlich keine Insekten. Echt interessant. Mal schauen, ob ich zu dem Thema noch mehr rausfinde.

    • claudia sagt:

      Danke Doris das ist sehr interessant. Ich habe im Internet gefunden: Fichte:Die zapfenförmigen weiblichen Blüten die im April/Mai zu sehen sind, sind hellrot oder gelbgrün und stehen aufrecht an den Astenden im oberen Teil der Fichtenkrone. Sie sind 5- 6cm lang. Im Jahr darauf werden sie reif und braun. Diese 10- 16cm langen und 3- 4cm breiten Zapfen sind im August ausgewachsen und im Oktober reif. in einem anderen Beitrag steht:Fichtenkreuzschnabel: Bruten können in Abhängigkeit vom Reifezustand der Fichtensamen in jedem Monat stattfinden. Darunter kommt dann eine Skizze und da wird die Brut von Januar-Dezember angezeigt.
      Aber ich habe auch genau die gleichen Angaben wie du gefunden. Bestimmt ist alles Wetter/Futter-abhängig. Sehr interessant aus einem Norwegen-Beitrag: Bruten zu allen Jahreszeiten möglich, Hauptbrutzeit aber im März, seltener im Februar, April und Mai. In Lärchenwäldern, deren Samen im Herbst reifen, kann es auch zu Zweitbruten im August und September kommen. Winterbruten gibt es nur in Fichtenwäldern.
      Ich hoffe ich kann dieses Jahr noch einen Fichtenkreuzschnabel beobachten. Dann wird fotografiert 🙂

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